Überblick


1135Stiftskirche (Kaiserdom)
1150Erwähnung des Ortes
1200Wasserburg
1400Stadtrechte
1924Oberlutter und Stift Lutter mit Stadt vereinigt
1974umliegende 17 Dörfer eingemeindet

Die historischen Fotos wurden uns freundlicher­weise vom Stadtarchiv Königslutter zur Verfügung gestellt.

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Geschichte Königslutters

Merian-Kupferstich von Königslutter 1654: Links Stadtkirche und  Stadt, rechts Kaiserdom

Königslutter 1654

Königslutter hieß im frühen Mittel­alter nur „Lutter“; der Name kommt vermutlich vom mittel­hoch­deutschen Begriff für „lauter, rein“ und bezieht sich auf das klare Wasser des Baches Lutter. Später wurde der Name zu „Königslutter“ erweitert, um an den König und späteren Kaiser Lothar III zu erinnern, der hier begraben liegt.

Schon vor 1150 wird der Ort Lutter in alten Urkunden erwähnt; wahrscheinlich wurde aber schon einige Jahrhunderte früher an dieser Stelle gesiedelt. An der Stelle des heutigen Marktes war der Thingplatz, und rundherum lagen die Häuser. Um 1200 baute der Herzog von Braunschweig östlich des Ortes eine Wasserburg. Im Schutz dieser Burg entwickelte sich Königslutter bald zum Markt und bekam Anfang des 15. Jahrhunderts die Stadtrechte.

Die Entstehung der Stadt wurde begünstigt durch die Lage an der Heer- und Handelsstraße von Aachen nach Königsberg.

Markt um 1870

Markt um 1870

Gehandelt wurde im Mittelalter mit Elm-Kalksteinen und Tuch; nach dem 30-jährigen Krieg kam die Wirtschaft in Königslutter mit dem Brauen des bekannten Ducksteinbiers wieder in Gang. In der Stadt gab es 73 Brauhäuser, das Bier wurde nach Leipzig, Berlin, Hamburg und in die Niederlande exportiert und war am Hofe des Königs Friedrich Wilhelm I von Preußen sehr beliebt.

Marktstraße um 1900

Marktstraße um 1900

Im 19. Jahrhundert ging die Brautätigkeit zurück; 1867 gab es noch 3 Ducksteinbrauer, 1903 gab der letzte seine Tätigkeit auf. Inzwischen hatte aber die Zuckerfabrik große Bedeutung erlangt, und im 20. Jahrhundert spielten auch die Konservenfabrik und das Roto-Werk (Verviel­fältigungs­maschinen) eine wichtige Rolle.

Neben der Stadt Königslutter gab es das Dorf Oberlutter (zwischen der Stadt und dem Dom gelegen), das lange Zeit als eines der ärmsten Dörfer im Herzogtum Braunschweig galt.

Oberlutter wiederum grenzte an das Stift Königslutter. Hier gab es bereits im 11. Jahrhundert ein Kloster, neben dem ab 1135 Kaiser Lothar III die Stiftskirche (Kaiserdom) erbauen ließ.

Erst 1924 wurden Oberlutter und Stift Lutter mit der Stadt Königslutter vereinigt. 1974 vergrößerte sich die Stadt noch einmal, als 17 umliegende Dörfer eingemeindet wurden.